Zeitungsbericht: „Zur Belohnung gibt es eine Holzaxt“

Lokalsport

Zur Belohnung gibt es eine Holzaxt

Lacrosse: K-Town Lumberjacks sichern sich Sieg im ersten „KLax Cup“ – Ladyjacks werden Dritte – 150 Spieler aus ganz Deutschland

 VON SEBASTIAN FUNDA

Kaiserslautern. Auch wenn seit Freitag bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde, wurden morgens doch wieder Schutzhelm oder Schutzbrille für den ersten „KLax Cup“ der K-Town Lumber- und Ladyjacks übergestreift. Beim Lacrosse-Turnier zeigte sich die TSG-Abteilung in Bestform, räumte bei den Frauen und Männern jeweils den Gruppensieg ab und bei den Herren sogar den Turniersieg, während die Ladyjacks im Spiel um Platz drei 16:1 siegten.

Knapp 150 Spielerinnen und Spieler quer aus Deutschland hatten ihre bunten Zelte auf dem Vereinsgelände im Schutz der Bäume hinter der Barbarossahalle aufgeschlagen. Der Duft von frisch Gegrilltem und Musik aus den Lautsprechern wehte über die Anlage im Buchenloch. Dazu gesellten sich am Wochenende die hunderte Seifenblasen, die die Glücksbärchis von „Bärchen Lacrosse“ aus Mannheim über die Spielfelder tanzen ließen, und die rosa Aufkleber, die überall zu finden waren. Viele werden dieses Lacrosse-Turnier des frischgebackenen Bundesligisten nicht nur wegen heftiger Sonnenbrände lange in Erinnerung behalten. „Die Stimmung ist seit Freitag super. Viele können gar nicht genug bekommen und spielen auch bei den anderen Mannschaften mit“, erzählen Johannes Mirgel und Ellen Friedrich vom Organisationsteam der „Holzhacker“. So konnte man es auch verschmerzen, dass das „Pickup Team“ nicht angereist war. Kurzerhand wurde aus allen anwesenden Akteuren eine bunte Truppe zusammengewürfelt.In der Gruppe B der Herren rauschten die Lumberjacks gegen die Bonn Lions (10:8-Sieg), Darmstadt Demons (12:7) und Tübinger Tüpen (14:3) über die Kleinfelder. „Mein persönliches Ziel war, die Siegerrunde zu erzielen. Dass es jetzt bis ins Finale gereicht hat, ist umso besser“, freute sich Holzhacker Florian Mahler, dessen Team sich mit einem knappen 11:10-Erfolg gegen die Glücksbärchis ins Finale katapultiert hatte, wo man auf den erwarteten Mitfavoriten MarBroRo im Zigarettenschachtel-Outfit aus Marburg und Rostock traf. „Das sind unsere Dauerrivalen“, stellte Mahler vor der Partie klar. Am Ende feierten die Lumberjacks aber auch über diesen Konkurrenten einen Sieg und stemmten die riesige, handgefertigte Holzaxt als Pokal in die Höhe.

Die Ladyjacks, das weibliche Pendant der Lumberjacks, ließen ebenfalls die Konkurrentinnen Bonn Lions (8:6-Sieg), Darmstadt Demons (13:3) und das improvisierte Pickup-Team (7:2) ohne große Chancen. Spielertrainerin Anika Kinscherff war entsprechend erfreut über den Einzug in die Siegerrunde: „Die Gruppenphase lief voll gut. Sau ärgerlich, dass wir dann aber das erste Spiel in der Runde knapp verloren haben, sodass wir jetzt um den dritten Platz spielen müssen.“ Die Ladyjacks unterlagen den „Partypalmen“, ein Team aus ehemaligen Spielerinnen der Ladyjacks und Spielerinnen aus Frankfurt, mit 4:7. So ging es im Spiel um Platz drei noch einmal gegen das Pickup Team, das Kinscherffs Mannschaft mehr als Trainingseinheit nutzte, um nicht noch höher als 16:1 zu gewinnen. Lisa Noé wurde damit der Weg bereitet, um mit weitem Vorsprung beste Schützin des Turniers zu werden. Im Finale klauten dann die Partypalmen den Marburg Saints die Siegeraxt weg und feierten den Titel.

 

Quelle

Ausgabe

Die Rheinpfalz – Pfälzische Volkszeitung – Nr. 157

Datum

Montag, den 10. Juli 2017

Seite

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